07.01.2020 – Adams Peak/Tangalle

Adams Peak: Muslime und Christen glauben, dass auf dem heiligen Berg Adam nach seiner Vertreibung aus dem Paradies seinen Fußabdruck hinterlassen hat; manche Christen denken zudem, es sei der große Apostel und Indienmissionar Thomas gewesen. Für die Hindus ist sicher, dass Gott Shiva auf dem Berg seine Spur hinterließ, weshalb die Tamilen ihn Siva noli patha malai nennen, was soviel wie „Shiavs Fußabdruck auf dem Berg“ bedeutet. Singhalesische Buddhisten wiederum ist der Berg als Sri Pada bekannt, da für sie der heilige (Sri) Fußabdruck (padda) von Buddah stammt.

1200 m liegt der Ort, 2243 m das Kloster. Ziel ist der heilige Fußabdruck auf dem Gipfel – eine Vertiefung in rötlichem Gestein mit 1,65 m Länge und 76 cm Breite. Zuerst steigt der Weg sanft an und führt vorbei an heiligen Schreinen bis zu einem großen Torboden in Form einer Makara Torana. Nach ungefähr einer halben Stunde passiert man die von Japan in den 1970er- Jahren gestiftet Friedenspagode. Ab dann wird es für den Rest des Aufstiegs ziemlich steil, und bald beginnen die Treppen. Immer wieder gibt es Teestuben für eine Erholungspause. Die Treppen werden immer steiler und enger. Dort wo das Geländer beginnt, sind es nur mehr 1500 Stufen bis zum Gipfel. Oben auf der Spitze drängen sich die Pilger, und der Wind pfeift einem um die Ohren. Da selbst geübte Bergsteiger angesichts der über 5000 Treppenstufen aus der Puste kommen, sollte man nicht zu schnell gehen, sondern für den 7 km langen Aufstieg einen gleichmäßigen Rhythmus finden. Kurzbeinigen empfiehlt sich, die Stufen diagonal zu gehen (Zitat aus Stefan Loose Travel Handbuch über Sri Lanka)

Teestube !!

Um 02:00 läutete der Wecker. 02:20 Aufbruch am Adams Peak. 2:15h später verschwitzt, Oberschenkelausgelaugt aber glücklich oben auf 2243m angekommen. Wir warteten mit vielen anderen dann auf den Sonnenaufgang, der von 05:30 bis 06:30 dauerte. Temperatur: 13 Grad und windig.

04:08
04:44
05:39
05:55
05:56
06:22
06:26

Danach knappe 2 Stunden zurück. Dusche, gutes Frühstück. Um 09:30 fuhr uns unser Vermieter um €75 ins 192km entfernte, im Süden am Meer liegende, Tangalle, wo wir nach 6 stündiger Fahrt um 15:30 ankamen. Die gemieteten Fahrer fahren dann den ganzen Weg wieder retour. Einen Fahrer zu finden ist nicht schwer; fast jeder ist hier quasi als Taxi tätig oder kennt wem. Die enorme Fahrtzeit ergibt sich aus den schlechten, kleinen und kurvigen Straßen über die Berge. Dafür sieht man aber viele Teeplantagen und wunderschöne Landschaften.

Unsere Unterkunft „Goyambbokka guesthouse“ ist wunderschön, mit einem Pool und 100 m vom herrlichen „Goyambokka Beach“ entfernt. Wir fanden diese über booking.com. Preis für 2 Nächte wurde mit Rupies 25.385 (€125) angegeben. Ich rief direkt im Guesthouse an und wir bekamen die Unterkunft um Rupies 19.800 (€98). Differenz: €27 !!! Wir verlängern um 2 Nächte 🤪.

Den köstlichen Thunfisch mit Gemüse und Pommes 🍟 verzerrten wir alleine im hauseigenen Restaurant.

Unterkunft: Goyambokka guesthouse; sehr schöne Unterkunft mit großer Terrasse, Pool und Frühstück. Preis: €49 pro Nacht. Wie immer sehr netter Mitarbeiter. 100 m vom Strand entfernt. Etwa 400 m von der Hauptstraße. Man hört nur das Meer.

Zugang zum Adams Peak – wer kauft so was ?

Eine Antwort auf „07.01.2020 – Adams Peak/Tangalle“

  1. Bei allen Sonnenaufgängen, die ich in der Ferne mit Mühe und Mühe und Mühe gesehen habe, dachte ich immer „das mache nur ich“, falsch 1000de andere machten das auch wahrscheinlich glaubten auch sie, sie sind alleine.

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